Und wenn wir eines Tages erwachen und einander fern sind, verschwommen, erst der achtzehnte Gedanke des Tages, und der noch begleitet von einem leisen Unwillen --
Und wenn eines Tages -- der Teufel ist ein Eichhörnchen -- jemand herausfindet, wie es ist mit uns. Tränen. Türenschlagen. Der scherbenscharfe Schmerz, Grund für Schmerz zu sein --
Und wenn eines Tages keine Antwort kommt, auf keine Nachricht. Wenn Tage voller Unruhe vergehen, und es dann keinen Trost gibt, nicht einmal eine Adresse, um Blumen zu schicken --
Und wenn eines Tages eins von uns sagt, es geht nicht mehr --
Und wenn eines Nachts im Schlaf die Liebe erstickt an einem ungesagten Wort; wenn wir morgens verlegen am selben Tisch sitzen und die Tränenspuren im Gesicht des anderen übersehen --
Da ist dieser Teil meiner Phantasie, der es nicht lassen kann und rastlos zusammenträgt, was alles Schreckliches passieren könnte. Der unsere Liebe sterben läßt, wieder und wieder, auf alle erdenklichen Weisen.
Ich weiß nicht, was das soll. Ist es ein Bann, ein Zauberkreis: Wenn man es gedacht hat, wird es nicht geschehen? Wenn man es denken konnte, würde man es auch überleben können? Ich weiß nicht, was das soll. Meistens höre ich nicht hin.