Wunderkarte: Pfad- und Wegelager
einfach
Ich besuche dich. Wunderbar zu sagen.
Erstaunlich wird es in der dritten Person: Er wird etwas zu essen haben und mir einen Platz geben für die Nacht, und dann werde ich mit ihm einen ganzen Tag herumstromern in Gegenden, die ich von zuhause aus schwer erreiche.
Solche Sätze machen mir einen Abgrund aus der Magengrube und kribbeln fröhlich in den Knien.
Am Abend darauf bin ich wieder daheim.
31. August 2013, 10:35 ° davor
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Vergessen
Dein nachtschöner Leib in den Kissen macht mich wach; dein Atem dabei: oh, bleib so. Bleib. Wie du da liegst, matt leuchtend, warm, kommt alle Zeit nicht über dich hinweg, und alle Welt wird mir zu dir, ganz und gar.
Mein Spüren überläuft dich. Mein Kuß. Blind ertasten sie die Richtungen, an nichts weiter denkend. Dein Schlaf
verliert sich unterwegs.
29. August 2013, 20:39 ° eingenordet
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Argwohn
Irgendwann beschlich mich der Verdacht eigennütziger Motive: Ich schreibe Ihnen womöglich nur, um mich in Ihre Erinnerung zu stehlen?
Die Antwort, lapidar: Machen Sie sich keine Gedanken. Sie sind schon darin.
24. August 2013, 10:33 ° aufgezeichnet
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Krise
Wie ihr das Telefon belauert und auf Nachrichten wartet. Was alles organisiert werden muß. Dazwischen wieder Phasen, wo Untätigkeit zu Lähmung wird. Tränen, die auch. Der Schreck. Das Positionieren, das Gedankenwälzen. Konjunktive. Statistiken. Alles in meinem Kopf.
Dann nicht da sein dürfen, wenn es knüppeldick kommt. Dich alleinlassen müssen mit Angst und Unruhe, mit dem Gewissen, mit dem Ungewissen -- denn dich alleinzulassen ist schlimm; dich nicht alleinzulassen, wäre schädlich.
Ich denke meinen Arm um deine Schultern.
23. August 2013, 15:24 ° gestolpert
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