Wunderkarte: Pfad- und Wegelager
zweierlei Schmerz
Beim Abschied glühe ich nach von dir; ich reise in einem Schwarm von Erinnerungen. Was aber mich wärmt, verbrennt dich; was mich trägt, schiebt dich aus deiner Welt, macht sie dir fremd.
Zu mir kommt der Schmerz später, auf anderen Wegen; zuverlässig ist er und ernsthaft. Manchmal faßt er mich härter. Hält mich wach. Mit Worten läßt er sich besänftigen.
Ungewiß, ob etwas anderes besser wäre; aber manchmal wünsche ich, wir könnten tauschen.
27. September 2013, 01:30 ° gestolpert
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Der Apfel, ein Bissen du, ein Bissen ich; süß und rot und bis auf den Stiel.
Mein Schal, in den ich dich wickelte, als du frorst; du sahst darin aus wie ein hochrangiger Asket. Na, das wußte ich besser.
Vielleicht die Erkältung, mit der du dann später lagst.
Dein Tisch, Zweitopf, Einback. Heiß, gut und durch den Magen.
Das Bett: verdoppelter Platz; eine Decke darüber, und die Kissen immer zur Stelle. Die Zeit blieb höflich außen vor.
Der Atem. Ein wenig Schlaf.
Am nächsten Abend: Erinnerungen, und schon die Sehnsucht.
23. September 2013, 23:58 ° danach
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Zwei Räume
Ich bin in meinem von unserem Tag nur ein Augenschließen entfernt.
21. September 2013, 16:22 ° danach
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Schleifspuren
Du sagst, du magst das Weiß in meinem Haar und was an mir nicht mehr fest und glatt ist. Ich sage dir, früher hatte ich aber mehr Geduld.
Die Stunden schleppen sich, jede angefüllt mit Minuten, die ihrerseits kriechen, Sekunde für Sekunde für träge Sekunde, an mir vorbei. Und jede, jede einzelne davon rempelt mich an.
Wie soll man da in Ruhe älter werden.
18. September 2013, 15:25 ° entfernt
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